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fraxinus

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Donnerstag, 10. Mai 2012, 10:46

Informationen zu Verpackung und Versand

Teil1

Dank Internet ist es heutzutage möglich, fast jedes (Spinnen-) Tier zu erwerben.
Doch wie kommt nun das gewünschte Tier zu mir oder wie versende ich sicher und tiergerecht?

Im Folgenden möchten wir Euch eine Zusammenfassung über die Transportmöglichkeiten sowie die Verpackung geben. Der persönlichen Abholung oder Übergabe der Tiere z.B. auf Börsen sollte immer der Vorzug gegeben werden. Man kann so die Tiere und deren Gesundheitszustand, Geschlecht, Größe usw. vorher begutachten und eventuell auftretende Fragen gleich vor Ort klären. Weiterhin erspart man den Tieren teilweise lange Transportwege. Nicht immer wird dies möglich sein, daher muß man oft auf andere Möglichkeiten zurückgreifen:
- Mitfahrgelegenheit
- Transport mit einer Tierspedition
- Versand per Post oder Paketdienst
Vorab sei gesagt, dass der Versand von Wirbellosen bei sicherer Verpackung kein Problem für die Tiere darstellt. Jedoch kann nicht gewährleistet sein, dass nicht doch einmal ein Paket über Tage liegenbleibt, was vor allem im Winter und Hochsommer meist den Tod der Tiere zur Folge hat.


Allgemeines zum Versand

- nur gesund erscheinende Tiere versenden

- nicht kurz vor odernach einer Häutung versenden (Spiderlinge etwa 5 Tage, große und adulte Tiere frühestens 10 Tage nach der Häutung versenden)

-
Prälarven und Larven sind zu empfindlich, und sollten keinesfalls versendet werden
- nicht kurz vor dem Versand füttern, keine Futtertiere beigeben!
- große, schwere Tiere NICHT per Post versenden, die Verletzungsgefahr ist zu hoch. Ist keine persönliche Übergabe möglich, sind Speditionen oder spezieller Tierversand die bessere Lösung.

- Versand nur bei Temperaturen zwischen +5°C (Nachttemperaturen beachten!) und +25°C

- Pakete keinesfalls mit „lebende Tiere“ beschriften oder mit „Luftlöchern“ versehen, da solche Pakete von der Post nicht befördert werden! Möglich sind spezielle Aufkleber für Wirbellose (z.B. „Achtung, lebende Futterinsekten!“)


Versandarten
1. Mitfahrgelegenheit
Eine noch selten genutzte Möglichkeit bieten Mitfahrzentralen. Bei großen, schweren Tieren, die nicht per Post versendet werden können, kann man prüfen, ob diese in Frage kommt. Tier-Links:
www.mitfahrzentrale-fuer-tiere.de

www.tier-mitfahrzentrale.de

Auch bei „normalen“ Mitfahrzentralen findet man Leute, die gern ein kleines Päckchen mitnehmen:
www.mitfahrzentrale.de
www.mitfahrgelegenheit.de
Die Tiere sollten auch hier sicher und thermostabil (Styroporbox) verpackt sein und das Paket ist unbedingt gegen unbefugtes Öffnen zu sichern. Außerdem ist es von Vorteil, eine kleine „Einweisung“ zu geben (zB dass das Paket bei Hitze und Kälte nicht im abgestellten PKW liegengelassen werden soll).


2. Versand mit einer Tierspeditionen oder Overnight- Express

Diese Unternehmen sind zwar teurer als Versand per Post oder Paketdienst, bieten jedoch erhebliche Sicherheiten. Die Verpackung der Tiere muß wie beim Versand erfolgen.
Geovex Versendet keine Vogelspinnen! (das fällt bei denen unter „Gifttiere“)
Intertrans
Go! overnight (Kosten ca 20€)
mytierversand.de
www.der-tierkurier.de (ca 40€)

Vorteil: die Tiere werden nach Absprache morgens (meist nur montags bis mittwochs) beim Versender abgeholt und am darauffolgenden Tag zugestellt. Der Zustellzeitraum ist mit dem Empfänger abgestimmt.
Die Pakete werden per Hand geladen und müssen keine großen Fallhöhen überstehen (wie in den Anlagen der Postunternehmen). Es ist daher ein Transport großer Tiere möglich. Auch beim Versenden mehrerer u/o „wertvoller“ Tiere oder Versand im Winter sollte diese Versandart den Vorzug erhalten.
Nachteil: etwas aufwändiger im Ablauf (Bestellung, Formulare ausfüllen…), Preise richten sich oft nach „Zonen“, so dass nicht gleich ersichtlich ist, was die Beförderung kostet.


3. Postversand und Paketdienste

Den Versandtag muß immer mit dem Empfänger abgesprochen werden.
Der Postversand sollte nur montags bis mittwochs erfolgen, um zu vermeiden, dass das Paket übers Wochenende liegen bleibt. Um sicherzugehen, dass das Paket am Einlieferungstag noch weitergeleitet wird, an sollte man sich vorher erkundigen, um welche Uhrzeit die Pakete bei der Poststation abgeholt werden.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Paket in einer Woche mit Feiertag versendet werden soll (zB Ostermontag). Hier hat die Post oft durch den fehlenden Arbeitstag erhöhtes Sendungsaufkommen, so dass man von einer Zustellung binnen einem Werktag meist nicht ausgehen kann.

Am besten man wählt die Versandart „Paket“. Der Versand als versichertes Paket hat folgende Vorteile (gegenüber Päckchen ohne Nachweis):
Der Versender hat einen Nachweis, dass er das Paket versendet hat und dass der Empfänger das Paket erhalten hat. Weiterhin haftet die Post für den Wert des Inhaltes, falls das Paket verlorengeht. Die Post haftet nicht für tote Tiere oder anderweitig zerstörten Inhalt, die sachgemäße Verpackung obliegt allein dem Versender!
Nach dem Versand teilt man dem Empfänger die Paket- bzw. Sendungsnummer mit, so kann dieser online verfolgen, wo sich sein Paket befindet. Bei online- Frankierung kann man die Empfänger-mail gleich eingeben, der Sendungsstatus wird dann automatisch übermittelt.
Kosten: online- Frankierung 5.90€ (kleinere Pakete bis max. 60 x 30x 15cm, < 2kg 4.90€)
Filiale 6.90€




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Donnerstag, 10. Mai 2012, 11:06

Teil 2



- Versand innerhalb Deutschlands

Auch innerhalb Deutschlands ist der Versand von Wirbellosen nicht mit jedem Paketdienst erlaubt.
In den AGB´s der Unternehmen finden sich genaue Angaben, welche Güter transportiert werden. Immer mal nachprüfen schadet allerdings nicht, da die AGB auch geändert werden können.
Zu beachten ist, dass kleinere Versandunternehmen (wie z.B. Hermes) aufgrund des geringeren Sendungsaufkommens oft erst Pakete über Tage „sammelt“, bevor sie (vor allem im ländlicheren Bereich) ausgefahren werden. Hier kann es zu Lieferverzögerungen kommen.

DHL und Deutsche Post:
Versand wirbelloser Tiere erlaubt.


GLS: Kein Versand von lebenden Tieren. Keine Styroboxen erlaubt.


DPD: Kein Versand von lebenden Tieren. Keine Styroboxen.


Hermes: Kein Versand von lebenden Tieren.


TNT (kein Versand als Privatkunde möglich):
Versand wirbelloser Tiere erlaubt.


ACHTUNG!: Erlangen die Versandunternehmen Kenntnis von Inhalten, die dem Beförderungsausschluß unterliegen, können sie die Weiterbeförderung verweigern. Der Versender haftet für den Inhalt sowie für den für das Unternehmen entstandenen Schaden und es drohen Vertragsstrafen im 4- bis 5-stelligen Bereich!


- Versand ins Ausland:

Der Versand von Tieren (auch Wirbellosen!) ins Ausland ist bei DHL und DP nicht erlaubt (siehe AGB Paket International 2.(2) Pkt2). Auch in Österreich ist jeglicher Postversand von Tieren verboten (siehe AGB Post.at).
Der Versand in die Schweiz (als Nicht- EU- Staat) unterliegt besonderen zollrechtlichen Bedingungen. Weiterhin dürfen ohne Cites keine Tiere eingeführt werden, die dem WA II unterliegen (Brachypelma spp., …).
Bei den weitaus meisten Paketen in die Schweiz wird der Inhalt geprüft, deshalb sind längere Laufzeiten und eventuelle Komplikationen an der Tagesordnung.

Nach Österreich, Niederlande und andere angrenzende Staaten können unter Umständen Pakete mit oben genannten Tier-Versandunternehmen gesendet werden.
Mytierversand.de gibt zum Beispiel an: "... Tierversendungen nach und aus Österreich, Niederlande und Luxemburg, können Sie über das Onlineformular beauftragen. Versandpreise können Sie für Auslandssendungen über unseren Preisrechner berechnen lassen. Für Lieferungen oder Abholungen inandere Ländern bitten wir Sie, uns telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. ..."

Größere Sendungen nach Übersee können über www.petair.de abgewickelt werden oder per Cargo Luftfracht ver
sendet werden.


©aracmania



Verpackungsanleitung folgt in Teil 3.

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Donnerstag, 6. Februar 2014, 09:33

Teil 3




hmmr..aus gegeben Anlass....wieder mal ein Tier "nur" in Heimchendose erhalten..ohne Fixierung



Verpackung:
Das A & O, damit das Tier unbeschadet ankommt, ist natürlich die Verpackung.
Das Tier sollte in einem nicht zu großen Behälter (Heimchen-/Filmdose o.Ä.) so fixiert werden, dass es nur wenig bzw kein Spielraum für Bewegungen hat.
Da die Pakete beim Transport ab und an starken Erschüttterungen ausgesetz sind, besteht bei zu großen Behältnissen und unzureichenden Fixierung die Gefahr von Verletzungen.

so bitte nicht :

(ohne ausreichende Polsterung besteht Verletzungsgefahr für das Tier. Aufgeplatze Opisthosoma sind kein schöner Anblick)

Bewährt hat sich das Fixieren des Tieres mit Hilfe von Küchenrollenpapier oder einer Rolle, die an einer Seite verschlossenen ist.
Das Papier darf –je nach Art- etwas feucht sein.






Das Behältnis selbst sollte über Luftlöcher verfügen und mit einer Beschriftung, die über den Inhalt Auskunft gibt, versehen sein.

Zukleben nicht vergessen. Sicher ist Sicher ;)

Jungtiere oder kleine Exemplare versendet man am besten in ihrer Größe angepassten Behältern:




Um das Auskühlen bei kühleren Temperaturen oder die Überhitzung des Tieres zu verhindern,, bieten sich Styroporboxen an.
Diese sind Teilweise bei Apothekern oder Ärzten kostenlos zu erhalten.
Aus einen Versand bei Nachtemperaturen unter 10°C bzw Tagestemperaturen über 30°C sollte verzichtet werden, da bei diesen Temperaturen auch eine Styroporbox den für ein Tier nötigen Temperaturbereich von ~20°C nicht gewährleisten kann.

In die Stryroporbox kommt nun das gut verpackte Tier ggf mit einem Heatpack (bei kühleren Nachttemperaturen <20°C).
Diese Wärmepacks gibt es mit verschiedneen „laufzeiten“ von 24h bis 40h. Das Heatpack sollte natürlich vorher aus seiner Plastikverpackung genommen werden und je nach Variante ausreichend durchgeknetet werden, was die Aktivierung der chemischen Reaktion gewährleistet.
Das Heatpack sollte wegen der teilweisen hohen Temperaturentwicklung aber nicht direkt an die Dose mit dem Tier gelegt werden.
Auch in der Styroporbox wird die Dose fixiert um ein Hin- und Herfallen der Dose zu verhindern.


Die Box kommt nun in einen ausreichend großen Karton und wird dort mittels zerknüllten Zeitungspapier oder Styropor/Schaumstoff gegen verrutschen gesichert.


Zum Paketversender: s.O.

Als Versandtag sollte der Montag oder Dienstag gewählt werden, da so der Versand innerhalt der Woche in der Regel gewährleistet ist.
Obacht bei Feiertagen!
Weiterer Tipp: einfach mal fragen, wann das Paket zum Verteilzentrum abgeholt wird. Auch so wir vermieden, das das Paket eine Nacht in der Abgabestelle rum liegt.

So verpackt und präpariert übersteht ein Tier auch ein Versand per Paket unbeschadet.
What do you believe in? Heaven or hell? I don't believe in heaven cause I´m living in hell...

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Donnerstag, 6. Februar 2014, 09:57

da das Auspolstern der Behältnisse leider immer noch allzu oft unterschätzt wird, hier mal ein Bild, was passieren kann:



Dass das Tier nicht zu retten war, muß man nicht noch extra betonen.


Ohne Auspolsterung haben die Tiere keinen Halt in den Dosen und können auf dem Transportweg darin herumgeschleudert werden. DHL hat nach eigener Aussage bei der Weiterleitung auf Transportbändern Fallhöhen der Pakete bis 2 Meter.

Also: verpacken wie ein rohes Ei ;)
(und das Küchenpapier nicht allzu feucht machen, es verliert sonst an Stabilität)




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